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4. Mai 2007

Miljardär som partiledare?

Antonia Axelsson Johnson, Sveriges sjunde rikaste person med en privat förmögenhet på drygt 20 miljarder har nominerats till partiledarposten för Folkpartiet.

Hennes kvalifikation som företagsledare och moneymaker ställer ingen i fråga.

Som partiledare är hon dock olämplig, då skulle näringslivet och politiken på riksplanet komma varandra allt för nära. Om alliansen lyckas vinna valet 2010 vilket i dagsläge ingen skulle satsa mer än en krona på, blir hon kanske näringsminister? Fatta beslut som gynnar hennes eget imperium? Lämpligt?

24. April 2007

Nein, sagt Malmström

Cecilia Malmström, die in den unmittelbar nach der Rücktrittsankündigung vom Vorsitzenden der schwedischen Liberalen Lars Leijonborg einsetzenden Nachfolgediskussionen als Mitfavoritin genannt wurde, hat laut "nein" gesagt: "Ich sage das, was ich schon früher gesagt habe, ich will nicht Parteivorsitzende werden," erklärte die EU-Ministerin heute.

Malmstrm ist Mutter von 2-Jährigen Zwillingen, ein Grund für sie, die Frage nach dem Vorsitz abzulehnen.

Damit wird scheinbar Schulminister Jan Björklund, vor Jahresfrist noch Oppositionspolitiker mit dem Fachgebiet Bildung im Stockholmer Stadtrat, immer mehr zum einsamen Favoriten. 38% der Leser von Svenska Dagbladet sprachen sich in einer nichtrepräsentativen Umfrage auf der Homepage der Zeitung für Björklund aus.

15% sprachen sich für die 38-Jährige Integrationsministerin Nyamko Sabuni aus, die damit hinter Björklund und Malmström Platz drei belegte. Sabunis Berufung für eine Kandidatur wäre allerdings genial: Damit würde man ein Zeichen gegen den Rechtsruck setzen, dem die Partei in den vergangenen Jahren durch populistische Kampagnen Leijonborgs ausgesetzt war. Allerdings kann man Sabuni kaum zu einer Kandidatur raten. Denn auch Schweden ist noch längst nicht so weit, dass eine dunkelhäutige Frau mit einem afrikansichen Namen sich ungefährdet als Parteivorsitzende in der Öffentlichkeit bewegen könnte. Gleichwohl ist es eine verlockende Vorstellung. Sabuni ist hochintelligent, eine glänzende Rhetorikerin, sie ist jung, ehrgeizig und sie hat eine sehr gute Medienpräsenz. Insofern würde sie wirklich Farbe in die schwedische Politik bringen im Gegensatz zu dem eher grau-langweiligen Björklund.

Aber alle Genannten, Malmström, Sabuni und Björklund haben kleine Kinder und müssen im Zweifelsfall abwägen, ob das etwaige Amt mit der Familie vereinbar ist.

"Niemals allein - immer allein" - Lars Leijonborg tritt zurück

Am Montag hat der Vorsitzende der liberalen Volkspartei Lars Leijonborg seinen Rückritrtt bekannt gegeben. Er wird seinen Posten aber erst Anfang September beim nächsten Parteitag in Västerås räumen.

Nicht erst seit der Affäre um das unrechtmässige Eindringen in das Intranet der Sozialdemokraten im Wahlkampf 2006 steht Leijonborg im Kreuzfeuer der Kritik.

Seit 1997 steht er der Partei vor und hat die Liberalen in dieser Zeit ein ordentliches Stück nach rechts rücken lassen. Sprachliche Forderungen an Einwanderer, härteres Zugreifen in der Schule, all das ist auf Leijonborgs Mist gewachsen und brachte ihm 2002 im Wahlkampf Erfolge ein. Inzwischen aber sind viele der damaligen Wähler entweder zum Original, den Schwedendemokraten übergelaufen oder aber sie haben sich für Fredrik Reinfeldts "neue" Moderaten entschieden.

Die Intranetaffäre hatte das Fass für viele zum Überlaufen gebracht. Göran Persson hat in den Interviews mit Erik Fichtelius über seine Situation "Niemals allein, immer allein" gesagt. Das gilt genauso für Lars Leijonborg und alle, die in Toppositionen der Macht gelangen. Mitleid muss man deshalb nicht mit ihnen haben.

Als Nachfolger ist vor allem Schulminister Jan Björklund im Gespräch, aber auch Cecilia Malmström wird immer wieder als Kandidatin genannt.