Posts mit dem Label Wetter werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Wetter werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

9. September 2007

Herbst in Stockholm

Und das kühle und regnerische Wetter der letzten Tage hat tatsächlich den Herbst nach Stockholm gebracht. Es hat keine Woche gedauert, bis sich die Blätter der Birken gelb verfärbt haben. Der Wechsel der Jahreszeiten, so scheint mir, vollzieht sich hier viel schneller als in Mitteleuropa.

14. April 2007

Summer In The City

Und so kam der Sommer nach Stockholm. Es zieht die Menschen auf die Strassen, in die Cafés und Kneipen. Viele sitzen einfach nur am Kai in Gamla Stan und lassen die Füsse baumeln. Die Treppen des Konzerthauses am Hötorget sind gefüllt und wer einen freien Tisch am Medborgarplatsen auf Söder sucht, um ein kühles Bier zu trinken, muss sich ganz genau umschauen.

Viel zu warm (rund 18 Grad), um noch eine Jacke zu tragen. Am Sergels torg auf der "Plattan" demonstrieren einige Exil-Pakistani gegen die Regierung von General Mudscharaff, in den umliegenden Geschäften und Kaufhäusern reibt man sich die Hände, der Verkauf von Sommerkleidung nimmt deutlich zu. Familien streunen mit ihren kleinen Kindern durch den Kungsträdgården, wenn jetzt mal Gröna Lund schon auf hätte (erster Tag der neuen Saison ist der 28.04.), dann könnte man Karussell fahren und Zuckerwatte essen.

Die Fenster sind geöffnet, das Licht strömt herein, das Licht, das man im Norden im Winter so schmerzlich vermisst und dessen Rückkehr zu neuer, beinahe vergessener Sinnlichkeit führt.

21. Februar 2007

Schneechaos

In Süd- und Westschweden ist heute ein gewaltiges Tief mit mehreren Gigatonnen Schnee unterwegs. Wenn man das Satellitenbild bei Aftonbladet sieht, ahnt man schon, dass morgen kaum ein Zug aus Malmö oder Göteborg hier in der schweinekalten Hauptstadt ankommen wird...

7. Februar 2007

Dies und das

Bitter kalt ist es heute Morgen in Stockholm. Das staatliche meteorologische Institut in Norrköping (SMHI) hat - 13 Grad für die Hauptstadtregion angekündigt. Und genauso fühlte es sich auch an. In Åre, wo heute das Training für die Abfahrt der Damen bei den Alpinen Skiweltmeisterschaften stattfinden soll, wurden - 26 gemessen.

Die U-Bahnen waren nicht annähernd so voll wie gestern, als viele S-Bahnfahrer ausweichen mussten, weil 25% aller S-Bahnen aus dem Verkehr gezogen sind. Warum? Die Betreiberfirma hat festgestellt, dass in den Akten die alle zwei Jahre vorgeschriebenen Sicherheitskontrollen nicht dokumentiert sind. Reine Schlamperei also führt dazu, dass Tausende auf den Bahnsteigen von Märsta bis Nynäshamn, von Bålsta bis Södertälje sich die Füße abfrieren und dicht gedrängt Richtung Stadt fahren müssen.

Währenddessen wird der Skandal um das Kernkraftwerk Forsmark größer und größer. Nicht erst im Sommer 2006, als nach einem Stromausfall der Reaktor heiß lief, hatte man erhebliche Sicherheitsmängel festgestellt, bereits Anfang 2005 gab es sehr kritische Stimmen. Nun wird in Erwägung gezogen, dass die internationale Atombehörde das Kernkraftwerk inspiziert. Für das hochtechnologische Schweden eine peinliche Angelegenheit, für die Bevölkerung allerdings eine willkommene Schutzmaßnahme.

Und die Wirtschaft brummt. Der Aufschwung hält an. Überall soll es neue Arbeitsplätze geben, melden die Konjunkturinstitute. Allein in Stockholm werden dieses Jahr 50.000 neue Arbeitsplätze geschaffen, schreiben alle Tageszeitungen und berufen sich dabei auf eine Prognose der Stockholmer Handelskammer.

Die neue Regierung schreibt sich das natürlich auf ihre Fahnen, aber schon im vergangenen Jahr unter Göran Persson waren die Zahlen entsprechend positiv gewesen und die Entwicklung vorgezeichnet.

Der Schwede ist optimistisch und darüber freuen wir uns. Das führt auch dazu, dass die Wohnungs- und Häuserpreise trotz steigender Zinsen vermutlich weiter in die Höhe gehen werden. Eigentlich hatte man vermutet, dass der stete Preisanstieg für eigenes Wohnen in diesem Jahr zurückgehen würde, zumal die schwedische Reichsbank mehrmals vergangenes Jahr die Zinsen erhöht hatte und auch für 2007 2-3 weitere Zinserhöhungen ankündigt.

5. Februar 2007

Tag 3 in Åre - Noch immer keine Wettkämpfe

In Åre/Jämtland geht der dritte Tag der Alpinen Skiweltmeisterschaften 2007 zu Ende und noch immer haben wir keinen Läufer die Pisten heruntersausen sehen. Das Wetter lässt es nicht zu. Starker Wind, starke Schneefälle. Die 700 freiwilligen Pistenhelfer können nichts gegen die Naturgewalten am Åreskutan ausrichten.

Das ist eigentlich alles andere als eine Überraschung. Das Wetter in Jämtland und in den Bergen um Åre ist im Februar oft sehr wechselhaft. Die Schweden hatten den internationalen Skiverband auch um einen späteren Termin für die WM gebeten, aber alles muss sich dem Weltcupzirkus anpassen. Und nun hat man den Salat.

Das Ganze ist natürlich mehrfach schädlich. Åre und Schweden wollten sich der Welt von der besten Seite zeigen und dokumentieren, dass man auch in Schweden sehr gut Winterurlaub machen kann und sehr schnell bergab fahren kann. Nun zeigen Fernsehstationen aus vieler Herren Länder statt spannender Wettkämpfe den dritten Tag hintereinander Bilder, die wenig dazu anregen, hier Urlaub zu machen.

Schade. Denn der kleine Ort an der Europastraße zwischen Östersund und dem norwegischen Trondheim hätte Besseres verdient.

2. Februar 2007

Weltuntergang!

Nostradamus. Jehovas Zeugen. Weltuntergang.

Worum geht es? Depressionen am Wochenende? Leider wohl nicht. Der Bericht der UN nach der Konferenz der Klimaexperten in Paris ist sehr ernst. GRÜNEN-Chef Bütikofer sagt in einem Interview mit SPIEGEL-Online: "Wir haben keine zweite Chance."

Wenn der Meeresspiegel nur um einen Meter steigt, wird Sylt im Meer verschwinden. Die Niederlande sind akut bedroht und Teile von New Jersey gerieten ebenso unter Wasser wie Bangladesh.

Die Erwärmung führt dazu, dass in der sogenannten dritten Welt Dürre und Hungerkatastrophen dramatisch zunehmen, während es in Skandinavien kaum noch Schnee geben wird. Schlimmer noch, das Abschmelzen des Eises an den Polen führt zu schweren Konsequenzen.

Der Mensch ist dabei, die Lebensgrundlage für seine Nachkommen zu vernichten und den Planeten völlig aus dem Gleichgewicht zu bringen.

Ist noch was zu retten? Ja, sagen die Experten, wenn umgehend gehandelt wird. Aber gelingt es uns, den kurzfristigen Profitgedanken zurückzustellen hinter einen verantwortlichen Umgang mit dem Planeten.

24. Januar 2007

Jetzt ist er da, der Winter

Joakim Nyberg aus Stenudden, 70 km nordwestlich vom lappländischen Arvidsjaur schickte der Zeitung Expressen ein Bild der Anzeige des Außenthermometers seines Autos (Bastian Sick wäre glücklich ob dieser Konstruktion).

- 37 Grad im Auto...

22. Januar 2007

Eisglätte sorgt für mehr als 100 Unfälle

In Skåne hat das Winterwetter mit Eisesglätte für mehr als 100 Unfälle gesorgt, berichtet die Zeitung Sydsvenska Dagbladet.

Da der Winter für schwedische Verhältnisse ungewöhnlich spät einsetzt, glaubt man auch, dass viele Schweden noch keine Winterreifen angelegt haben, obwohl dies eigentlich vorgeschrieben ist.

Hier in Stockholm ist es kalt und dem Vernehmen nach relativ ruhig auf den Straßen.

14. Januar 2007

Orkan in Süd- und Westschweden

Mit Windgeschwindigkeiten bis zu 145 km/h ist am Vormittag der Orkan "Per" über Süd- und Westschweden hereingebrochen. Bäume wurden entwurzelt, bereits 240.000 Menschen haben keinen Strom mehr und es hat leider auch schon zwei Tote gegeben. In Motala am östlichen Ufer des Vättern-Sees wurde ein 9-Jähriger Junge von einem Baum erschlagen und in der Nähe von Nässjö in Småland starb ein Autofahrer als ein Baum quer vor seinen Wagen stürzte.

Göteborgs Posten meldet, dass das Dach der Eishalle von Kungsbacka, südlich von Göteborg, vom Sturm mitgenommen wurde. Kersti Raiend, Reporterin der Zeitung, die sich in der Halle gerade ein Jugend-Eishockeyspiel anschaute: "Teile des Dachs wurden weggerollt, so wie wenn man mit einem Käsehobel eine Scheibe Käse abschneidet." Scheinbar ist wie durch ein Wunder niemand ernsthaft verletzt worden.

Der Zugverkehr in Skåne und zwischen Göteborg und Malmö ist aus Sicherheitsgründen eingestellt worden. Die schwedischen Eisenbahnen gingen bereits heute Morgen mit einer Erklärung an die Öffentlichkeit, dass sie allen Fahrgästen, die Tickets gebucht hätten, das Geld zurückerstatten würden. Es gab auch keinen Ersatz durch Busse, weil man auch das als zu gefährlich ansah.

Um die Mittagszeit gab es auch keinen Strom im Göteborger Bahnhof, so dass sämtlicher Zugverkehr, auch nach Stockholm, zum Erliegen kam.

Zwei Schnellzüge vom Typ X2000 mit insgesamt ca. 500 Reisenden sitzen fest, berichtet die Zeitung Sydsvenska Dagbladet. Es ist noch ungewiss, ob sie die Reise fortsetzen können, oder ob sie an der Stelle, an der sie stecken geblieben sind, übernachten müssen. Ein Zug war auf dem Weg von Malmö nach Stockholm und steht jetzt in Moheda, unweit von Alvesta, einem Eisenbahnknotenpunkt in Småland.

"Zuerst hieß es, wir würden von Bussen abgeholt, aber inzwischen sagte man uns, dass es auch für Busse zu gefährlich sei," sagt Jenny Eriksson, Mitarbeiterin von Sydsvenska Dagbladet, die zu den Passagieren gehört. Ein weiterer Zug steht bei Tranås, ebenfalls in Småland.

Edvard Lind, Pressesprecher der Eisenbahngesellschaft SJ: "Im schlimmsten Fall müssen die Passagiere im Hotel übernachten, niemand bleibt im Wald hängen."

In Stockholm ist es in diesen Minuten schon dunkel, aber dass weiter südlich ein Orkan tobt, ist hier nicht zu merken. Es hat geregnet und die Temperaturen liegen im Plusbereich. Heute Abend noch mehr zu den Folgen des Orkans in Schweden.

13. Januar 2007

Orkanwarnung

In der kommenden Nacht erwartet man in Westschweden einen Sturm, der möglicherweise fast ebenso stark sein könnte, wie "Gudrun" im Jahr 2005. Dieser Sturm hatte Zehntausende Bäume vor allem in Småland gefällt und eine Reihe von Waldbesitzern an den Rand des Ruins getrieben. Die Aufräumungsarbeiten nach "Gudrun" dauerten weit bis ins Jahr 2006.
Dabei gab es schon letzte Nacht einen Sturm an der Westküste. 24.000 Haushalte sind noch immer ohne Strom, meldet Svenska Dagbladet. Nun rechnet man mit Windgeschwindigkeiten bis zu 135 km/h in der kommenden Nacht.

12. Januar 2007

Kommt der Winter doch noch?

Wenn man den Ankündigungen von SMHI, dem Staatlichen Institut für Meteorologie in Norrköping glauben kann, dann wird es heute Nacht in Halland und Skåne losgehen und am Sonntag dann auch hierhin, Richtung Stockholm, ziehen. Scharfer Wind, bis hin zu Orkanböen und viel Schnee.

Am Dienstagabend war ich noch gegen 23 Uhr in der Innenstadt unterwegs und wollte die Treppe zur Vasagatan vom Klarabergsviadukten runtergehen, als der Wind mich buchstäblich zurückblies. In dieser Nacht wurden einige Bäume entwurzelt und ca. 60.000 Haushalte in Mittel- und Südschweden hatten auf einmal keinen Strom mehr.

Apropos, Strom. Die Preise für Elektrizität sind in den vergangenen Jahren dramatisch gestiegen, trotz oder vielleicht gerade wegen der Privatisierung, die es den Schweden schon etwas länger als den Deutschen ermöglicht, aus einem riesigen Pool von Anbietern zu wählen. Ich habe beispielsweise einen Vertrag mit Jämtlands Energi und frage mich immer, wie der Strom wohl gerade von denen über die 700 km in mein Haus geleitet wird...

Aber verstehen muss ich das nicht, lediglich den Lichtschalter umlegen und die Rechnung bezahlen. Im Herbst warnten die schwedischen Medien allesamt vor einem weiteren dramatischen Anstieg der Strompreise, da der Sommer sehr trocken war und die Wasserreservoire leer wären.

Also schloss ich einen neuen Vertrag für Strom ab und legte den Preis auf 2 Jahre fest. Und nun: Erstmal kein Winter und sinkende Preise. Danke Dagens Nyheter, danke Svenska Dagbladet, danke Metro und wie ihr alle heißt! Eure Empfehlung kostet mich (und ein paar tausend andere) eine Stange Geld.

8. Januar 2007

Die Wettervorhersage

Eigentlich sollte die Wettervorhersage kein Thema für dieses Blog sein, aber für morgen kündigen die Frösche bis zu 10 Grad plus in "östra Svealand" an, d.h. im Gebiet Stockholm und Uppsala. Das habe ich hier im Januar noch nie erlebt. Lediglich Anfang Dezember hatten wir für 2-3 Tage Schnee.