Wer in Schweden krank wird, erhält am ersten Tag kein Gehalt. 0. Dieser Tag heisst Karenztag, in Deutschland ist das Wort nicht sonderlich bekannt, weil die Deutschen in Sachen Lohnfortzahlung im Krankheitsfall noch zu den Verwöhnten in Europa gehören.
Vom 2.-14. Krankheitstag zahlt der Arbeitgeber, allerdings auch hier weniger als normal, nämlich 80% des sogenannten SGI (= sjukpenninggrundande inkomst, etwa: dem Krankengeld zugrunde liegendes Einkommen). Das SGI hat ein Dach von 302.250 Kronen im laufenden Jahr. Das bedeutet, dass man also nicht mehr Krankengeld bekommen kann, als 80% von 25.180 Kronen, maximal also 20.144 Kronen brutto für einen Monat.
Wer mehr als 30.000 verdient, erhält also eher 50 als 80% Krankengeld.
Diese Bedingungen sind wesentlich schlechter als in Deutschland.
Aber der neuen bürgerlichen Regierung bei weitem nicht schlecht genug. Finanzminister Anders Borg möchte die Abwesenheit durch Krankheit in schwedischen Büros und Betrieben weiter reduzieren.
Und will deshalb mit seinen rechten Parteifreunden mindestens einen weiteren Karenztag innerhalb der ersten 14 Tage einführen, danach noch weitere.
Hierdurch sollen die Menschen also gesunder werden, sich schneller erholen.
Nachdem die Politik der neuen Regierung sich gegen Arbeitslose, Rentner und Studenten formiert hat, sind nun die Kranken dran.
16. Juni 2007
Schwedenkrone fällt
In einer Woche sind wir schon beim Mittsommertag angekommen. Die ersten Schweden haben bereits die Koffer gepackt und ziehen aufs Land in ihre Sommerhütten (sommarstugor), andere stehen kurz vor der Auslandsreise. Die in diesem Jahr teurer wird als seit langem, denn seit Mai fällt die schwedische Krone im Vergleich zu starken Währungen wie dem Euro, dem Dollar und dem brittischen Pfund.
Möglicherweise wird die schwedische Reichsbank am Mittwoch erneut die Zinsen erhöhen und damit allen Haus- und Wohnungsbesitzern, die ihr Heim noch nicht abbezahlt haben, auch teureres Wohnen einbrocken. Mit dem Erfolg, dass die Krone sich dann vielleicht wieder stabilisiert.
Gegenwärtig zahlen wir 9,40 kr für einen Euro und erstmals seit langer Zeit wieder mehr als sieben Kronen für einen Dollar.
Möglicherweise wird die schwedische Reichsbank am Mittwoch erneut die Zinsen erhöhen und damit allen Haus- und Wohnungsbesitzern, die ihr Heim noch nicht abbezahlt haben, auch teureres Wohnen einbrocken. Mit dem Erfolg, dass die Krone sich dann vielleicht wieder stabilisiert.
Gegenwärtig zahlen wir 9,40 kr für einen Euro und erstmals seit langer Zeit wieder mehr als sieben Kronen für einen Dollar.
9. Juni 2007
Der heilige schwedische Sommer
Jetzt hat er angefangen, der kurze heilige schwedische Sommer. Es ist warm, ja heiss, die Bäder füllen sich und Ende nächster Woche beginnen überall im Land die Schulferien.
Thomas hat bei Fiket schon einen wichtigen Sommeraspekt behandelt, die schwedische Erdbeere, über deren Echtheit es in jedem Jahr wieder neue, alte Artikel in allen Zeitungen gibt. Auch beim Suchen nach Blogeinträgen in der populären Suchmaschine knuff.se liegen die Erdbeeren derzeit an zweiter Stelle - geschlagen nur von Paris Hilton, an deren Schicksal - rein in den Knast, raus aus dem Knast und heute wieder weinend rein - natürlich auch alle Schweden teilhaben wollen.
Thomas Lerner hatte in seinem DN-Artikel zum Nationalfeiertag einen Sverigedemokrat (rechtspopulistische Partei) interviewt, der auf die Frage nach schwedischen Symbolen antwortete: "Volvo, der König, Erdbeeren."
Der Sommer ist kurz, das hat vor Jahren schon der meist unsägliche Tomas Ledin in einem Schlager behauptet, den ich dennoch ans Ende dieses Posts stelle. Lasse Berghagen, kulterklärte Person aller Schlagerenthusiasten, sagte heute Abend im Fernsehen, dass Sommer für ihn auch bedeute, dass die Menschen miteinander kommunizieren. Sein Nachbar komme zum Beispiel im Mai zu ihm und sage, "Mensch Lasse, wie schön, jetzt sehen wir uns mal endlich wieder nach fünf Monaten."
Lasse Berghagen moderierte die Fernsehsendung "Allsang på Skansen", die uns bald auch wieder quälen wird. Jetzt heisst deren Moderator Anders Lundin, es hat sich aber kaum etwas verändert an dem Programm. Morgens um sieben stehen die ersten Schlange, um eingelassen zu werden zu einer Sendung, bei der alle die Schönheit Stockholms und des Sommers besingen. Die Zuschauer können ein Liederheft kaufen und dann trällern alle alles mit und sind glückselig. Sorry, liebe Schweden, dass ich kein Allsångs-Fan bin.
Aber der schwedische Sommer hat schon was. Der finnische auch. Eigentlich auch der dänische. Und der deutsche, wohl auch der bulgarische und irische...
Aber hier ist der Sommer so verdammt kurz, fast alle haben Urlaub, die Krankenhäuser sollte man jetzt nicht aufsuchen müssen, zumindest nicht als Patient. Denn es ist fast kein Personal da. Auf den Touristenstrassen Stockholms wie der Västerlånggatan in der Altstadt wimmelt es von Taschendieben und Hütchenspielern, während wir Einheimischen mal ans Meer fahren oder an einen der zigtausend Seen.
Der Sommer ist eine Pause vom Ernst des Lebens, obwohl auch in ihm geboren und gestorben wird. Jetzt finden all die tollen Festivals statt, Hultsfred das berühmteste von ihnen, schon nächste Woche geht es los mit den Pet Shop Boys, Ozzy Osbourne, Velvet Revolver und den Manic Street Preachers und Wolfmother und vielen anderen.
Im Sommer bleibt man im Land. Man isst SCHWEDISCHE Erdbeeren, die besser schmecken sollen, weil die Nächte kühler sind und den roten Früchten angeblich dadurch mehr Zeit zum Reifen gegeben wird. Und man feiert Mittsommer, das Schwedischste aller Feste, obohl das auch in Norwegen und Finnland ähnlich gefeiert wird und dort das Norwegischste und Finnischste aller Feste ist.
Schön, dass es endlich Sommer ist. Geniessen wir ihn, denn er ist kurz und das meiste von ihm ist verregnet, wenn Ledin Recht hat...
Thomas hat bei Fiket schon einen wichtigen Sommeraspekt behandelt, die schwedische Erdbeere, über deren Echtheit es in jedem Jahr wieder neue, alte Artikel in allen Zeitungen gibt. Auch beim Suchen nach Blogeinträgen in der populären Suchmaschine knuff.se liegen die Erdbeeren derzeit an zweiter Stelle - geschlagen nur von Paris Hilton, an deren Schicksal - rein in den Knast, raus aus dem Knast und heute wieder weinend rein - natürlich auch alle Schweden teilhaben wollen.
Thomas Lerner hatte in seinem DN-Artikel zum Nationalfeiertag einen Sverigedemokrat (rechtspopulistische Partei) interviewt, der auf die Frage nach schwedischen Symbolen antwortete: "Volvo, der König, Erdbeeren."
Der Sommer ist kurz, das hat vor Jahren schon der meist unsägliche Tomas Ledin in einem Schlager behauptet, den ich dennoch ans Ende dieses Posts stelle. Lasse Berghagen, kulterklärte Person aller Schlagerenthusiasten, sagte heute Abend im Fernsehen, dass Sommer für ihn auch bedeute, dass die Menschen miteinander kommunizieren. Sein Nachbar komme zum Beispiel im Mai zu ihm und sage, "Mensch Lasse, wie schön, jetzt sehen wir uns mal endlich wieder nach fünf Monaten."
Lasse Berghagen moderierte die Fernsehsendung "Allsang på Skansen", die uns bald auch wieder quälen wird. Jetzt heisst deren Moderator Anders Lundin, es hat sich aber kaum etwas verändert an dem Programm. Morgens um sieben stehen die ersten Schlange, um eingelassen zu werden zu einer Sendung, bei der alle die Schönheit Stockholms und des Sommers besingen. Die Zuschauer können ein Liederheft kaufen und dann trällern alle alles mit und sind glückselig. Sorry, liebe Schweden, dass ich kein Allsångs-Fan bin.
Aber der schwedische Sommer hat schon was. Der finnische auch. Eigentlich auch der dänische. Und der deutsche, wohl auch der bulgarische und irische...
Aber hier ist der Sommer so verdammt kurz, fast alle haben Urlaub, die Krankenhäuser sollte man jetzt nicht aufsuchen müssen, zumindest nicht als Patient. Denn es ist fast kein Personal da. Auf den Touristenstrassen Stockholms wie der Västerlånggatan in der Altstadt wimmelt es von Taschendieben und Hütchenspielern, während wir Einheimischen mal ans Meer fahren oder an einen der zigtausend Seen.
Der Sommer ist eine Pause vom Ernst des Lebens, obwohl auch in ihm geboren und gestorben wird. Jetzt finden all die tollen Festivals statt, Hultsfred das berühmteste von ihnen, schon nächste Woche geht es los mit den Pet Shop Boys, Ozzy Osbourne, Velvet Revolver und den Manic Street Preachers und Wolfmother und vielen anderen.
Im Sommer bleibt man im Land. Man isst SCHWEDISCHE Erdbeeren, die besser schmecken sollen, weil die Nächte kühler sind und den roten Früchten angeblich dadurch mehr Zeit zum Reifen gegeben wird. Und man feiert Mittsommer, das Schwedischste aller Feste, obohl das auch in Norwegen und Finnland ähnlich gefeiert wird und dort das Norwegischste und Finnischste aller Feste ist.
Schön, dass es endlich Sommer ist. Geniessen wir ihn, denn er ist kurz und das meiste von ihm ist verregnet, wenn Ledin Recht hat...
Polizei sucht 130 Mädchen
Ein 32-Jähriger Mann wurde diese Woche in Stockholm festgenommen. Der Mann ist seit etlichen Jahren HIV-positiv und hat trotzdem via Internet Kontakt zu Hunderten teils minderjähriger Mädchen aufgenommen und mit einer bislang unbekannten Zahl von ihnen ungeschützten Geschlechtsverkehr gehabt - das jüngste Opfer soll lediglich 12 Jahre alt gewesen sein.
Das bringt wenigstens zwei Straftatbestände mit sich - schwere Körperverletzung aufgrund seines verantwortungslosen Handelns trotz des Wissens um die Infizierung mit dem tödlichen Virus und zum zweiten in allen Fällen des Geschlechtsverkehrs mit Minderjährigen erfüllt das nach schwedischem Recht den Straftatbestand der Vergewaltigung.
Die Polizei bittet nun alle Mädchen und jungen Frauen, die den Mann getroffen haben und sexuelle Kontakte mit ihm hatten sich zu melden. Bislang sind zwei Opfer HIV-positiv getestet worden.
Wir brauchen dringend eine bessere Gesetzgebung und die Betreiber von Internetseiten à la Lunarstorm, Snyggast usw sollten sich um bessere Sicherheit bemühen. Eltern sollten sich auch einmal die Internetseiten anschauen, auf denen ihr Kinder surfen, mit ihnen die Inhalte diskutieren und sie auf die Gefahren aufmerksam machen.
Der Täter traf sich mit seinen Opfern vorwiegend in einem billigen Hotel in Västberga, er hat seine minderjährigen Opfer systematisch in einer Kartei erfasst und viele der Sexakte sind auch fotografiert worden, möglicherweise gibt es Bilder im Internet.
Das bringt wenigstens zwei Straftatbestände mit sich - schwere Körperverletzung aufgrund seines verantwortungslosen Handelns trotz des Wissens um die Infizierung mit dem tödlichen Virus und zum zweiten in allen Fällen des Geschlechtsverkehrs mit Minderjährigen erfüllt das nach schwedischem Recht den Straftatbestand der Vergewaltigung.
Die Polizei bittet nun alle Mädchen und jungen Frauen, die den Mann getroffen haben und sexuelle Kontakte mit ihm hatten sich zu melden. Bislang sind zwei Opfer HIV-positiv getestet worden.
Wir brauchen dringend eine bessere Gesetzgebung und die Betreiber von Internetseiten à la Lunarstorm, Snyggast usw sollten sich um bessere Sicherheit bemühen. Eltern sollten sich auch einmal die Internetseiten anschauen, auf denen ihr Kinder surfen, mit ihnen die Inhalte diskutieren und sie auf die Gefahren aufmerksam machen.
Der Täter traf sich mit seinen Opfern vorwiegend in einem billigen Hotel in Västberga, er hat seine minderjährigen Opfer systematisch in einer Kartei erfasst und viele der Sexakte sind auch fotografiert worden, möglicherweise gibt es Bilder im Internet.
6. Juni 2007
Eine Klasse für sich

Zehnter Spieltag der Damallsvenskan. Zehnter Sieg für Meister Umeå, heute bei AIK in Solna.
Über 1500 Zuschauer waren gekommen, um die Meistertruppe aus Nordschweden zu sehen. Ein paar Fans waren mitgereist und sehr viele Mädchen zwischen 8 und 18 aus dem Stockholmer Raum feuerten die in weiss gekleideten Spielerinnen aus Umeå an. Das 1:0 schon nach 42 Sekunden durch die alles überragende Marta, Weltfussballerin des Jahres 2006. In der 52. und 69. Minute schoss die Brasilianerin weitere Tore, zirkelte dazwischen eine Ecke auf den Kopf von Karolina Westberg. Endstand 4:0.
Der Vorsprung auf den Zweiten Djurgården beträgt jetzt sieben Punkte, das wäre nicht einmal mehr durch zwei Siege im direkten Vergleich aufzuholen und ernsthaft glaubt wohl niemand, dass Umeå zu stoppen ist.
Jennifer Meier rettete in Karlstad einen Punkt für ihr Team von QBIK gegen Göteborg. Djurgården schlug Aufsteiger Falköping mit 4:0, ich frage mich, wer bei dem Spiel war, wenn gleichzeitig das Beste zu sehen ist, was der Frauenfussball weltweit im Clubfussball zu bieten hat.
Etwas überraschend in der Höhe der 4:1-Sieg von Bälinge gegen Örebro. Dabei erzielte Kacey White, die wie im vergangenen Jahr zum Team aus Uppsala hinzugestossen ist, alleine drei Tore. Bälinge kann sich glücklich schätzen, denn bald verlässt die bislang hervorragend aufgelegte Finnin Sanna Talonen den Verein Richtung Studium in die USA.
Der Liga wäre ein zweiter Publikumsmagnet à la Umeå zu gönnen. Djurgården schafft das nicht ganz trotz einer exzellenten Besetzung. Der Unterschied heisst wohl vor allem Marta...
Nationalfeiertag - die Sonne scheint
Seit 2005 haben wir in Schweden am Nationalfeiertag frei und müssen stattdessen Pfingstmontag arbeiten. Der 6. Juni begann damit, dass die allseits beliebten Königskinder Carl Philip und Madeleine, ihres Zeichens Prinz und Prinzessin, um zehn Uhr die Pforten des Bürgerhofes des Schlosses in der Stockholmer Altstadt öffneten. Dabei ist wichtig zu erwähnen, dass Madeleine ein weisses Kleid und weisse Schuhe mit hohen Absätzen trug, keine Strumpfhose, was man angesichts der ca. 23 Grad, die es am Morgen hatte, sicher verstehen kann. Der Prinz kam im dunklen Anzug, aber die Kameras beschäftigen sich lieber mit der Prinzessin, während die Frau ab 35 ihren Blick nicht vom Prinzen abwendet. Etwas später heute werden Papa und Mama, also Seine Majestät König Carl XVI Gustaf und Ihre Hoheit Königin Silvia, traditionell mit dem Volk im Freilichtpark Skansen feiern.
Nicht alle Schweden können den wichtigsten Tag des Jahres jedoch im Königreich geniessen. Alexander Chamberland und Ellinor Scheffer etwa, verbrachten zumindest einige Stunden im polizeilichen Gewahrsam in Rostock, immerhin war das auch mal ein Teil Schwedens. Die beiden Sprecher der Jugendorganisation der Umweltpartei (mp) waren auf dem Weg zur Demonstration gegen den G8-Gipfel, an der sich morgen musikalisch auch Herbert Grönemeyer, Silbermond und Bono (U2) beteiligen werden. Chamberland und Scheffer sassen jedoch im "falschen Bus". Bei einer der zahlreichen Kontrollen fand die Polizei Masken - Grund genug, alle Insassen unverzüglich im wahrsten Sinne des Wortes "aus dem Verkehr zu ziehen". Heute Morgen um 5 wurden alle frei gelassen, nach Aussage von Chamberland erfuhren sie erst bei der Freilassung davon, warum man sie eigentlich in einem Industriegebiet ausserhalb von Rostock inhaftiert hatte.
Ein paar bürgerliche Politiker der älteren Generation, darunter der ehemalige Vorsitzende der Christdemokraten Alf Svensson, Thorbjörn Fälldin (c) und Ingegerd Troedsson haben vor ein paar Tagen auf der berühmtem "Debatten"-Seite von Dagens Nyheter einen Artikel platziert, in dem sie sich dagegen aussprechen, dass Homosexuelle die Ehe eingehen dürfen. Die Überschrift lautet "Es ist eine biologische Tatsache, dass Homoehen falsch sind". Ziemlih provozierend für die grosse Gemeinde von Schwulen und Lesben im Lande und kein Wunder, dass DN bis zum heutigen Tag dazu 185 (!!!) Blogeinträge verzeichnet, neuer Rekord? "Ein Echo aus dem christlichen Mittelalter" titelt Blogge Bloggelito und repräsentiert die Mehrheit der Bloggermeinungen. 58mal wurde dieser Post kommentiert - auch das nicht schlecht. In der Tat ist die Argumentation der ergrauten Politiker etwas hölzern. Wenn die Biologie gegen die Homoehe spricht, dann spricht die Biologie auch gegen die Monogamie, die Herr Svensson aber sicherlich vehement verteidigen würde.
Kritisch sehe ich dagegen die Rechte von Homopaaren, Kinder zu produzieren bzw. zu adoptieren. Da verlangt die Biologie in der Tat Spermien die Eier befruchten. Und man darf bei der Diskussion um die Rechte Erwachsener, ihre Sexualität auszuleben, insofern sie anderen nicht schadet, nicht die Rechte der Kinder vergessen. Lösung: Forschung, die feststellt, inwieweit Kinder in homosexuellen Beziehungen aufwachsen und mit welchen Problemen das möglicherweise verbunden ist und eine seriöse Entscheidung, die nicht nur das Recht der Erwachsenen propagiert, sondern vor allem das Aufwachsen der Kinder beleuchtet. Sollte sich herausstellen, dass Kinder in Homobeziehungen Schaden nehmen, dann sollten Schwule und Lesben auch keine Kinder produzieren bzw. adoptieren dürfen. Sollte sich das Gegenteil herausstellen, bitte.
Zum Schluss noch ein Schwenker. Wir bleiben bei Kindern. Liebe Pädophile! Euer Wunsch, dass euer Interesse, sexuelle Beziehungen zu Kindern zu unterhalten, genauso respektiert werden soll wie Homosexualität verursacht mir Brechreiz. Gottfrid Svartholm Warg und Fredrik Neij betreiben ein Webhotel, auf dem sich seit einigen Tagen die Pädophilenseite pedofil.se befindet. Die Autoren dieser Homepage sind anonym, behaupten, dass die Akzeptanz für Pädophile in den letzten Jahren erfreulicherweise zunimmt, bleiben aber anonym, weil sie vermutlich dann doch ahnen, dass es mit der Akzeptanz doch nicht ganz so weit her ist. Die beiden Webhotelinhaber Svartholm Warg und Neij sind Mitbegründer des Netzwerkes Pirate Bay, sagen, dass sie nicht mit den Ansichten der Webseitenbetreiber sympathisieren, sind aber der Auffassung, dass auch diese ein Recht auf freie Meinungsäusserung haben und kassieren deshalb gerne das Geld für die Webseite. Das darf für sich stehen. Die schwedische Gesetzgebung verbietet den Besitz von Kinderpornographie, erlaubt aber das Anschauen von Kinderpornographie. Strafbar macht sich erst der, der Bilder und Filme herunterlädt und auf seinem Rechner speichert. Auch das mag für sich stehen.
Die Internetseite um die es geht, ist nichts weiter als widerliche Propaganda für sexuelle Beziehungen mit Kindern. Zitat: "Die ästhetische Schönheit von Kindern strahlt Weiblichkeit aus, ihre Haut ist ohne Gegenstück, ihre Figur ist schlank und hat nicht die Reproduktionsformen, die erwachsene Frauen haben. Sie besitzen eine ästhetische Reinheit, die mit unserem Bild von Engeln verglichbar ist, Kinder sind ästhetisch gesehen die Wesen, die göttlichen Wesen am nächsten kommen. Engelgleich im ussehen, aber hedonistisch von Natur und wenn sie frei wären, würden sie ihre Sexualität auf die Weise ausdrücken, die durch die Natur vorgesehen ist." Ein Plädoyer für die gesetzlose Gesellschaft, die lediglich den niederen Instinkten der Natur folgt. Das Recht des stärkeren Erwachsenen auf sexuelle Befriedigung an Kindern propagiert. Widerlich, unerträglich.
Nicht alle Schweden können den wichtigsten Tag des Jahres jedoch im Königreich geniessen. Alexander Chamberland und Ellinor Scheffer etwa, verbrachten zumindest einige Stunden im polizeilichen Gewahrsam in Rostock, immerhin war das auch mal ein Teil Schwedens. Die beiden Sprecher der Jugendorganisation der Umweltpartei (mp) waren auf dem Weg zur Demonstration gegen den G8-Gipfel, an der sich morgen musikalisch auch Herbert Grönemeyer, Silbermond und Bono (U2) beteiligen werden. Chamberland und Scheffer sassen jedoch im "falschen Bus". Bei einer der zahlreichen Kontrollen fand die Polizei Masken - Grund genug, alle Insassen unverzüglich im wahrsten Sinne des Wortes "aus dem Verkehr zu ziehen". Heute Morgen um 5 wurden alle frei gelassen, nach Aussage von Chamberland erfuhren sie erst bei der Freilassung davon, warum man sie eigentlich in einem Industriegebiet ausserhalb von Rostock inhaftiert hatte.
Ein paar bürgerliche Politiker der älteren Generation, darunter der ehemalige Vorsitzende der Christdemokraten Alf Svensson, Thorbjörn Fälldin (c) und Ingegerd Troedsson haben vor ein paar Tagen auf der berühmtem "Debatten"-Seite von Dagens Nyheter einen Artikel platziert, in dem sie sich dagegen aussprechen, dass Homosexuelle die Ehe eingehen dürfen. Die Überschrift lautet "Es ist eine biologische Tatsache, dass Homoehen falsch sind". Ziemlih provozierend für die grosse Gemeinde von Schwulen und Lesben im Lande und kein Wunder, dass DN bis zum heutigen Tag dazu 185 (!!!) Blogeinträge verzeichnet, neuer Rekord? "Ein Echo aus dem christlichen Mittelalter" titelt Blogge Bloggelito und repräsentiert die Mehrheit der Bloggermeinungen. 58mal wurde dieser Post kommentiert - auch das nicht schlecht. In der Tat ist die Argumentation der ergrauten Politiker etwas hölzern. Wenn die Biologie gegen die Homoehe spricht, dann spricht die Biologie auch gegen die Monogamie, die Herr Svensson aber sicherlich vehement verteidigen würde.
Kritisch sehe ich dagegen die Rechte von Homopaaren, Kinder zu produzieren bzw. zu adoptieren. Da verlangt die Biologie in der Tat Spermien die Eier befruchten. Und man darf bei der Diskussion um die Rechte Erwachsener, ihre Sexualität auszuleben, insofern sie anderen nicht schadet, nicht die Rechte der Kinder vergessen. Lösung: Forschung, die feststellt, inwieweit Kinder in homosexuellen Beziehungen aufwachsen und mit welchen Problemen das möglicherweise verbunden ist und eine seriöse Entscheidung, die nicht nur das Recht der Erwachsenen propagiert, sondern vor allem das Aufwachsen der Kinder beleuchtet. Sollte sich herausstellen, dass Kinder in Homobeziehungen Schaden nehmen, dann sollten Schwule und Lesben auch keine Kinder produzieren bzw. adoptieren dürfen. Sollte sich das Gegenteil herausstellen, bitte.
Zum Schluss noch ein Schwenker. Wir bleiben bei Kindern. Liebe Pädophile! Euer Wunsch, dass euer Interesse, sexuelle Beziehungen zu Kindern zu unterhalten, genauso respektiert werden soll wie Homosexualität verursacht mir Brechreiz. Gottfrid Svartholm Warg und Fredrik Neij betreiben ein Webhotel, auf dem sich seit einigen Tagen die Pädophilenseite pedofil.se befindet. Die Autoren dieser Homepage sind anonym, behaupten, dass die Akzeptanz für Pädophile in den letzten Jahren erfreulicherweise zunimmt, bleiben aber anonym, weil sie vermutlich dann doch ahnen, dass es mit der Akzeptanz doch nicht ganz so weit her ist. Die beiden Webhotelinhaber Svartholm Warg und Neij sind Mitbegründer des Netzwerkes Pirate Bay, sagen, dass sie nicht mit den Ansichten der Webseitenbetreiber sympathisieren, sind aber der Auffassung, dass auch diese ein Recht auf freie Meinungsäusserung haben und kassieren deshalb gerne das Geld für die Webseite. Das darf für sich stehen. Die schwedische Gesetzgebung verbietet den Besitz von Kinderpornographie, erlaubt aber das Anschauen von Kinderpornographie. Strafbar macht sich erst der, der Bilder und Filme herunterlädt und auf seinem Rechner speichert. Auch das mag für sich stehen.
Die Internetseite um die es geht, ist nichts weiter als widerliche Propaganda für sexuelle Beziehungen mit Kindern. Zitat: "Die ästhetische Schönheit von Kindern strahlt Weiblichkeit aus, ihre Haut ist ohne Gegenstück, ihre Figur ist schlank und hat nicht die Reproduktionsformen, die erwachsene Frauen haben. Sie besitzen eine ästhetische Reinheit, die mit unserem Bild von Engeln verglichbar ist, Kinder sind ästhetisch gesehen die Wesen, die göttlichen Wesen am nächsten kommen. Engelgleich im ussehen, aber hedonistisch von Natur und wenn sie frei wären, würden sie ihre Sexualität auf die Weise ausdrücken, die durch die Natur vorgesehen ist." Ein Plädoyer für die gesetzlose Gesellschaft, die lediglich den niederen Instinkten der Natur folgt. Das Recht des stärkeren Erwachsenen auf sexuelle Befriedigung an Kindern propagiert. Widerlich, unerträglich.
5. Juni 2007
Schwedischer Politiker in Deutschland inhaftiert
Der schwedische Kommunalpolitiker Dmitar Savic (mp) aus Östersund ist gestern in Deutschland festgenommen worden. Gegen ihn liegt ein internationaler Haftbefehl Kroatiens vor, dass ihn verdächtigt, dort 1991 einen Raubüberfall begangen zu haben.
Im Zusammenhang mit den Ermittlungen seinerzeit soll Savic gefoltert worden sein. In erster Instanz wurde Savic frei gesprochen, in zweiter Instanz verurteilt. Er flüchtete nach Schweden, wo er seit 15 Jahren lebt und ist mittlerweile schwedischer Staatsbürger.
Das schwedische Generalkonsulat in Hamburg kümmert sich um den Fall.
Im Zusammenhang mit den Ermittlungen seinerzeit soll Savic gefoltert worden sein. In erster Instanz wurde Savic frei gesprochen, in zweiter Instanz verurteilt. Er flüchtete nach Schweden, wo er seit 15 Jahren lebt und ist mittlerweile schwedischer Staatsbürger.
Das schwedische Generalkonsulat in Hamburg kümmert sich um den Fall.
Alkohol ist ein Sanitäter in der Not
Die heutige Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes füllt die Spalten der schwedischen Zeitungen. Nach Auffassung der Luxemburger Richter muss der schwedische Staat sein bisheriges Verbot für Privatpersonen, Alkohol via Internet in anderen EU-Staaten zu kaufen, aufheben, da hierdurch der freie Warenverkehr behindert würde.
Finanzminister Anders Borg (m) versichert jedoch, dass die Steuern auf den Internet-Einkauf in Schweden anfallen müssten. Damit kann seiner Meinung nach das schwedische Modell der Alkoholpolitik gerettet werden. "Wir werden die schwedische Alkoholpolitik beibehalten, die ihren Ursprung im Gedanken an die Gesundheit der Menschen hat," sagte Borg am Rande eines Treffens der EU-Finanzminister in Luxemburg.
Finanzminister Anders Borg (m) versichert jedoch, dass die Steuern auf den Internet-Einkauf in Schweden anfallen müssten. Damit kann seiner Meinung nach das schwedische Modell der Alkoholpolitik gerettet werden. "Wir werden die schwedische Alkoholpolitik beibehalten, die ihren Ursprung im Gedanken an die Gesundheit der Menschen hat," sagte Borg am Rande eines Treffens der EU-Finanzminister in Luxemburg.
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